Standpunkt vor 372 Tagen

Viel Elektro, aber nur eine echte Innovation

Elektroautos sonnen sich im Scheinwerferlicht der Messe und lassen sich von den Besuchern des Genfer Automobilsalons bestaunen. Doch hinter dem schönen Hochglanz sind die Aussichten düster.

Die Hallen des Genfer Automobilsalons sind überschaubar und wohin der Besucher auch blickt, überall sieht er auf überdimensionalen LED-Leinwänden Versprechen einer sauberen und nachhaltigen Mobilität - voll-elektrisch versteht sich. Elektroautos sonnen sich im Scheinwerferlicht und lassen sich von hunderttausenden Salon-Besuchern bestaunen.

Doch hinter dem schönen Hochglanz verbergen sich düstere Probleme.

Ein Besucher am QUANT-Stand der nanoFlowcell AG brachte es auf den Punkt: "Ich liebe Elektroautos. Ich selber habe einen Fisker. Bis auf einen Batterie-Pack für 6.500 Schweizer Franken war bislang nie etwas kaputt. Wahnsinnige Beschleunigung, lautloses Fahren, tolles Auto. Doch wer würde mir den Wagen heute noch abkaufen?"

Wahrscheinlich kaum jemand. Das Alter des Wagens ist kaum der Rede wert, doch sein Konzept ist längst überholt. Kein Einzelfall, denn so geht es den meisten Elektroautos auf dem Genfer Automobilsalon, die sich als trendy, neu und zukunftsweisend präsentieren. Bei manch einem wird auch geschummelt und ein Benzinmotor wird genutzt, um die Onboard-Batterie zu laden. Sicherlich nicht im Sinne der Umwelt, doch man weiß um die Ängste der Verbraucher: mediokre Reichweiten um die 200 Kilometer, Höchstgeschwindigkeiten unter 130 km/h und eine mehr als dünne Ladeinfrastruktur. Zudem kommt in den meisten Ländern der elektromobile Strom aus einer nuklearen Steckdose.

Einen Schwachpunkt haben fast alle Elektrofahrzeuge: sie alle werden von NiMH- oder Li-Ion-Batterien angetrieben. Eine Technologie, die weder ressourcenschonend, umweltfreundlich noch nachhaltig ist. Abgesehen vom möglichen thermischen Kollaps, sind Lithium-Ionen-Batterien schädlich für die Umwelt, da diese nicht zu 100% recyclingfähig sind. Die enthaltenen Rohstoffe Aluminium, Kobalt, Kupfer, Nickel und Mangan werden größtenteils aufwendig recycelt. Lithium bleibt in der Schlacke zurück, die beim pyrometallurgischen Recycling als Rest anfällt. Rohstoffe, die nur endlich auf unserer Erde vorkommen, nicht einmal in dem Maße, um Batterien für den aktuellen weltweiten Bedarf an Fahrzeugen herzustellen. Rohstoffengpässe zeichnen sich demnach vor allem bei speziellen Metallen ("Seltene Erden") und Lithium ab.

Derzeit hat der durchschnittliche deutsche PKW eine Lebenserwartung von rund 18 Jahren, viele werden älter und genießen ihr automobiles Leben als Oldtimer. Diese Freude wird den meisten Elektroautos verwehrt sein. Aufgrund des Memoryeffekts "verbrauchen" sich die Batterien und bereits nach wenigen Jahren ist ein neues Batterie-Pack fällig. Kostenpunkt: rund 5.000 bis 8.000 Euro.

Viele Hersteller sind daher froh, dass sich die Nachfrage nach Elektroautos in Grenzen hält, denn es fehlen langfristige Strategien rund um Produkt und Ladeinfrastruktur. Technische Anfälligkeiten außen vor gelassen, sind Elektrofahrzeuge eher Imageträger als Profit-Center. Trotz hoher Anschaffungskosten für den Verbraucher müssen Elektrofahrzeuge bei der Herstellung und im Vertrieb immer noch subventioniert werden. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist in weiter Ferne, da man sich nicht auf ein einheitliches Software-Stecker-System verständigen kann. Überhastet bauten Hersteller eigene Batteriewerke. Hohe Investitionen wurden getätigt, die nun abgeschrieben werden müssen. Hier einen unternehmerischen Schlussstrich zu ziehen, fällt nicht leicht.

Alleine in Europa wird die Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität mit mehreren Milliarden an Steuergeldern gefördert, um nicht den Anschluss zu Japan, den Vereinigten Staaten und vor allem China zu verlieren. Doch die europäische Grundlagenforschung zeigt keinen elektromobilen Weg mit Zukunft auf, sondern mündet in einer Sackgasse. Forschung wird häufig der Fördergelder wegen betrieben, ohne Konzept und Strategie, und auch ohne Perspektive.

Vielmehr sollte die Erforschung und Entwicklung alternativer Batterietechnologien und Energieträger gefördert werden, wobei hierbei auf eine Minimierung des Einsatzes materialintensiver Komponenten im Vordergrund stehen muss. Auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon gab die nanoFlowcell AG Anstoß zum Umdenken und bewies Mut, indem sie Elektromobilität gänzlich neu durchdenkt. Ein kleines Unternehmen, das mit viel Kraft gegen den Strom schwimmt. Mehrere tausend Messe-Besucher konnten sich am QUANT-Stand über die nanoFlowcell®-Technologie und welchen Durchbruch diese für die Elektromobilität bedeutet, informieren.

Fast jeder zweite Besucher fragte nach dem Preis des QUANTiNO oder QUANT FE und alle waren enttäuscht, dass die nanoFlowcell AG selbst keine Autos baut. Umso interessanter fanden sie, dass theoretisch bald alle Elektroautos mit nanoFlowcell® fahren könnten. Mit nanoFlowcell® gibt es Tesla-Leistung zum iMiEV-Preis.

Nunzio La Vecchia, Erfinder der nanoFlowcell® und Chief Technology Officer der nanoFlowcell AG ist selbstbewusst. Gänzlich ohne öffentliche Fördergelder entwickelte die nanoFlowcell AG ihre bahnbrechende nanoFlowcell®-Technologie. Der auf Flusszellentechnologie basierende Energieträger arbeitet mit nicht-toxischen, umweltverträglichen und nicht-brennbaren Elektrolyten, deren Herstellung energieeffizient, nachhaltig und kostengünstig realisierbar ist. Dort wo herkömmliche Batterie-Technologien aufgrund ihrer Perspektivlosigkeit als mobile Energieträger in Elektrofahrzeugen versagen, bietet die nanoFlowcell® eine eigenständige und nachhaltige Lösung für die Elektrifizierung der globalen Individualmobilität.

Neben baulichen Vorteilen aufgrund ihrer kompakten Abmessungen und ihres geringen Gewichtes, ist die nanoFlowcell® zudem kostengünstiger und um ein Vielfaches langlebiger als alle derzeitigen automobilen Batteriesysteme. Mit nanoFlowcell® haben Elektrofahrzeuge eine gute Chance, auch kritische Verbraucher von der Elektromobilität zu begeistern.

"Wenn Hersteller Elektroautos bauen würden, die Verbraucher auch gerne fahren, dann bräuchte es keine horrend hohen Subventionen oder Kaufanreize. Solange Elektroautos lediglich einen fahrbaren Kompromiss darstellen und weder Fahrspaß, Wirtschaftlichkeit noch Umweltgerechtigkeit aufzeigen können, wird der Elektromobilität weder der wirtschaftliche noch politische Durchbruch gelingen", so La Vecchia.

Fragt man die Messe-Besucher des QUANT-Standes, so könnten sich viele den "Electro Chic" des QUANTiNO als all-in-one-Lösung vorstellen: große Reichweite, angenehme Reisegeschwindigkeit, bequemes Auftanken und moderate Verbrauchskosten. 100% elektrisch, 100% umweltgerecht, 100% nachhaltig. Das sind die Perspektiven mit nanoFlowcell®.

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